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Biomusikologie (biomusicology)
Kunst

Biomusikologie (biomusicology)

TORIma Akademie — Neurologie

Entrainment (biomusicology)

Biomusikologie (biomusicology)

Unter Entrainment im biomusikologischen Sinne versteht man die Synchronisierung (z. B. Fußklopfen) von Organismen mit einem von außen wahrgenommenen Rhythmus wie menschlicher Musik …

In der Biomusikologie bezeichnet Entrainment die Synchronisierung von Organismen, beispielsweise durch Fußklopfen, mit einem von außen wahrgenommenen Rhythmus, beispielhaft dargestellt durch menschliche Musik und Tanz. Während der Mensch die einzige Spezies ist, bei der alle Individuen mitgerissen werden, wurden auch Fälle von mitgerissenen nichtmenschlichen Individuen dokumentiert.

Beat-Induktion

Beat-Induktion beschreibt den kognitiven Prozess, durch den während der musikalischen Auseinandersetzung ein konsistenter, isochroner Puls wahrgenommen wird, der den zugrunde liegenden Beat darstellt, auf den man tippen könnte. Historisch gesehen galt der kognitive Mechanismus, der aus Hörmustern auf einen Takt und die anschließende Synchronisation oder das Tanzen schließen lässt, als ausschließlich menschlich. Bisher hat kein nichtmenschlicher Primat die Fähigkeit bewiesen, gemeinsam zu musikalischen Rhythmen zu tanzen oder zu klatschen, im Gegensatz zu Menschen, die eine präzise zeitliche Kontrolle bei der Synchronisierung mit anderen Interpreten zeigen. Während Primaten im Allgemeinen keine Schlaginduktion zeigen, ist dies bei bestimmten Papageienarten der Fall. Ein bemerkenswertes Beispiel ist Snowball, ein Eleonora-Kakadu, der authentisches Tanzverhalten zeigte, einschließlich der Anpassung von Bewegungen an Tempovariationen (Patel et al., 2009).

Die Taktinduktion gilt als grundlegende kognitive Fähigkeit, die für die musikalische Wahrnehmung unerlässlich ist (z. B. Patel, 2008; Honing, 2007; 2012). Dieser Prozess ermöglicht es Einzelpersonen, einen Puls innerhalb eines rhythmischen Musters wahrzunehmen, auch wenn dieser nicht explizit vorhanden ist, wodurch der Rhythmus während der Hörverarbeitung induziert wird, analog dazu, wie die Perspektive durch die Beobachtung einer Anordnung von Objekten in einer visuellen Komposition induziert wird.

Der Neurowissenschaftler Ani Patel identifiziert die Taktinduktion, die er als „taktbasierte Rhythmusverarbeitung“ bezeichnet, als einen kritischen Bereich innerhalb der Musik-Sprachforschung. Er geht davon aus, dass die Taktinduktion „einen grundlegenden Aspekt der Musikwahrnehmung darstellt, der kein Nebenprodukt kognitiver Mechanismen ist, die auch anderen, eindeutig adaptiveren Bereichen dienen (z. B. der Analyse von Hörszenen oder der Sprache)“ (Patel, 2008).

Evolutionäre Funktion

Joseph Jordania postulierte kürzlich, dass sich die menschliche Fähigkeit zur Mitnahme durch natürliche Selektion entwickelt habe und eine entscheidende Komponente beim Erreichen eines deutlich veränderten Bewusstseinszustands sei, der als Kampftrance bekannt sei. Dieser Zustand, der durch einen Verlust der Individualität, eine verminderte Wahrnehmung von Angst und Schmerz, eine einheitliche kollektive Identität und Maßnahmen gekennzeichnet ist, die das Wohlergehen der Gruppe in den Vordergrund stellen, war für das physische Überleben der frühen Hominiden gegen große afrikanische Raubtiere nach ihrem Übergang vom Baum- zum Landleben von entscheidender Bedeutung.

Biologisches Neuronenmodell

Neben ihrer Rolle bei der Übertragung von Signalen über Gehirnregionen verfügen Neuronen über die Fähigkeit, die Aktivitätsmuster benachbarter Neuronen durch einen Prozess zu beeinflussen, der als biologische Synchronisation bezeichnet wird. Ein anschauliches Beispiel ist die bei der Fingerbewegung zwischen der linken und rechten Hand beobachtete Mitnahme, die insbesondere dann auftritt, wenn sich beide Hände in die gleiche Richtung bewegen. Um dies zu demonstrieren, kann man langsame, gegenphasige Bewegungen der Zeigefinger einleiten, wie im unteren Abschnitt der nebenstehenden Abbildung dargestellt. Anschließend führt eine schrittweise Erhöhung der Frequenz auf maximale Geschwindigkeit schließlich dazu, dass sich die Finger gleichphasig bewegen, wie im oberen Abschnitt gezeigt. Es wurde angenommen, dass dieses Phänomen mit dem neuronalen Mechanismus zur Erzeugung eines Phasenregelkreises einhergeht, der die Erkennung konsonanter musikalischer Intervalle erleichtert.

Chor

Referenzen

Clayton, M.; Sager, R.; Will, U. (2004). „Im Takt der Musik: Das Konzept der Mitnahme und seine Bedeutung für die Ethnomusikologie“ (PDF). ESEM-Kontrapunkt. 1: 1–82.

Çavkanî: Arşîva TORÎma Akademî

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